Sterilisation

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Validierung gemäß DIN EN ISO 11137, Teil 2

Verfahren 1

Das Verfahren 1 der DIN EN ISO 11137- 2 beschreibt die Gültigkeit der Routine Strahlensterilisation für ein Produkt bzw. eine Produktgruppe. Dazu ist abzuschätzen, ob die auf dem Produkt befindliche Keimpopulation normal resistent (= Standardverteilung der Resistenzen) oder höher resistent gegen Bestrahlung ist. Diesen Zusammenhang geben die Tabellenwerke der Norm DIN EN ISO 11137- 2 vor. Darin sind entsprechend des durchschnittlichen Keimstatus des Produktes Dosen tabelliert (Verification-Dose), welche einen bestimmten SAL (sterility assurance level; Sterilitätssicherheitsniveau), bei Standard-Resistenzverteilung in der Keimpopulation, gewährleisten. Der SAL beschreibt die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins eines einzelnen lebensfähigen Mikroorganismus auf einem Produkt nach der Sterilisation. Im Falle des Verfahren 1 wird ein SAL von 10-2 für die Prüfung mit der Verification-Dose gewählt. Dies bedeutet, dass die Validierung anerkannt werden kann, wenn nach der Bestrahlung der Produkte mit der entsprechenden Verification-Dose maximal 2 Produkte von 100 als positiv im Sterilitätstest auffallen. In diesem Fall sind die auf dem Produkt befindlichen Keime normal oder weniger resistent gegen den Bestrahlungsvorgang. Bei bestandener Validierung ist die für die Routine Bestrahlung nötige Dosis, zur Gewährleistung eines  SAL von 10-6, in der Norm ebenfalls tabelliert.

GfPS-0016

Die Validierung besteht aus:

1) Validierung der Bioburdenmethode: Bestimmung der produktspezifischen Wiederfindungsrate. (einmalig erforderlich pro Produkt bzw. Produktgruppe)

2) Bestimmung der durchschnittlichen Bioburden über drei unabhängige Produktionschargen.

3) Festlegung der Verification-Dose anhand der ermittelten durchschnittlichen Bioburden des Produktes. Zur Ermittlung des Resistenz-Status der Keimpopulation wird das Tabellenwerk der DIN EN ISO 11137-2 benutzt.  (Zwischenbewertung)

4) Bestrahlung von 100 unsterilen Mustern aus einer beliebigen Charge mit der Verification-Dose.

5) Sterilitätstest gemäß DIN EN ISO 11737-2 der 100 bestrahlen Mustern.

6) Validierung des Sterilitätstests gemäß DIN EN ISO 11737-2 :Test auf ungehindertes Keimwachstum in Produktgegenwart.

7) Abschlussbewertung

Revalidierung gemäß DIN EN ISO 11137, Teil 2

Verfahren 1

Eine Überprüfung (Auditierung) der Sterilisationsdosis (Sterilization dose audit), um deren fortgesetzte Eignung zu bestätigen, hat nach DIN EN ISO 11137-1 in festgelegten Abständen zu erfolgen. Nach DIN EN ISO 11137-1, wird im Allgemeinen ein Zeitabstand von drei Monaten zwischen den Sterilisationsdosisüberprüfungen gewählt.

Bei der Wahl einer anderen (größeren) Zeitspanne zwischen der Durchführung von Sterilisationsdosisüberprüfungen muss diese begründet erarbeitet und dokumentiert werden. Dazu sind die Gesichtspunkte unter Punkt 12.1.3.1 der DIN EN ISO 11137-1 zu berücksichtigen.

Über Zeiträume, in denen das Produkt nicht hergestellt wird, sind keine Sterilisationsdosis-Überprüfungen erforderlich. In Verbindung mit den Überprüfungen der Sterilisationsdosis sollte nach DIN EN ISO 11137-2 auch eine Durchsicht der Daten zur Lenkung der Umgebungs- und Herstellungsbedingungen zusammen mit den Bioburden-Bestimmungen erfolgen.

Die Revalidierung besteht aus:

1) Bestimmung der Bioburden unsteriler Muster aus einer Produktionscharge

2) Bestrahlung von 100 unsterilen Muster aus derselben Produktionscharge mit der in der Validierung ermittelten Verification-Dose.

3) Sterilitätstest gemäß DIN EN ISO 11737-2 der 100 bestrahlen Mustern.

4) Abschlussbewertung

GfPS_2-0014

Validierung gemäß DIN EN ISO 11137, Teil 2

VDmax25 Verfahren

Das VDmax25 Verfahren der DIN EN ISO 11137- 2 beschreibt die Gültigkeit der Routine Strahlensterilisation für ein Produkt bzw. eine Produktgruppe. Dazu ist abzuschätzen, ob die auf dem Produkt befindliche Keimpopulation normal resistent (= Standardverteilung der Resistenzen) oder höher resistent gegen Bestrahlung ist. Diesen Zusammenhang geben die Tabellenwerke der Norm DIN EN ISO 11137- 2 vor. Darin sind entsprechend des durchschnittlichen Keimstatus des Produktes Dosen tabelliert (Verification-Dose), welche einen bestimmten SAL (sterility assurance level; Sterilitätssicherheitsniveau), bei Standard-Resistenzverteilung in der Keimpopulation, gewährleistet. Der SAL beschreibt die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins eines einzelnen lebensfähigen Mikroorganismus auf einem Produkt nach der Sterilisation. Im Falle des VDmax25 Verfahrens wird ein SAL von 10-1 für die Prüfung mit der Verification-Dose gewählt. Dies bedeutet, dass die Validierung anerkannt werden kann, wenn nach der Bestrahlung der Produkte mit der entsprechenden Verification-Dose, maximal 1 Produkte von 10 als positiv im Sterilitätstest auffallen. In diesem Fall sind die auf dem Produkt befindlichen Keime normal oder weniger resistent gegen den Bestrahlungsvorgang. Bei bestandener Validierung sind 25 kGy ausreichend für die Routine Bestrahlung, um einen SAL von 10-6, zu gewährleisten.

Das VDmax25 Verfahren darf nur auf Medizinprodukte angewendet werden, welche einen korrigierten durchschnittlichen Bioburden von 1000 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro Produkteinheit nicht überschreiten.

GfPS-0035

Die Validierung besteht aus:

1) Validierung der Bioburdenmethode: Bestimmung der produktspezifischen Wiederfindungsrate. (einmalig erforderlich)

2) Bestimmung der durchschnittlichen Bioburden über drei unabhängigen Produktionschargen.

3) Festlegung der Verification-Dose (VDmax25) anhand der ermittelten durchschnittlichen Bioburden des Produktes. Zur Ermittlung des Resistenz-Status der Keimpopulation wird das Tabellenwerk der DIN EN ISO 11137-2 benutzt.  (Zwischenbewertung)

4) Bestrahlung von 100 unsterilen Mustern aus einer beliebigen Charge mit der Verification-Dose.

5) Sterilitätstest gemäß DIN EN ISO 11737-2 der 100 bestrahlen Mustern.

6) Validierung des Sterilitätstest gemäß DIN EN ISO 11737-2: Test auf ungehindertes Keimwachstum in Produktgegenwart.

7) Abschlussbewertung

Revalidierung gemäß DIN EN ISO 11137, Teil 2

VDmax15 Verfahren

 

Eine Revalidierung zur Bestätigung der 15 kGy Dosis (sterilization dose audit) soll im Abstand von 3 Monaten erfolgen.

Nach DIN EN ISO 11137-1 wird im Allgemeinen ein Zeitabstand von drei Monaten zwischen den Sterilisationsdosisüberprüfungen gewählt. Bei der Wahl einer anderen (größeren) Zeitspanne zwischen der Durchführung von Sterilisationsdosisüberprüfungen muss diese begründet erarbeitet und dokumentiert werden. Dazu sind die Gesichtspunkte unter Punkt 12.1.3.1 der DIN EN ISO 11137-1 zu berücksichtigen.

Über Zeiträume, in denen das Produkt nicht hergestellt wird, sind keine Sterilisationsdosis-Überprüfungen erforderlich. In Verbindung mit den Überprüfungen der Sterilisationsdosis sollte nach DIN EN ISO 11137-2, 2013-09 auch eine Durchsicht der Daten zur Lenkung der Umgebungs- und Herstellungsbedingungen zusammen mit den Bioburden-Bestimmungen erfolgen.

Die Revalidierung besteht aus:

1) Bestimmung der Bioburden unsteriler Muster aus einer Produktionscharge.

2) Bestrahlung von 10 unsterilen Muster aus derselben Produktionscharge mit der in der Validierung ermittelten Verification-Dose (VDmax15).

3) Sterilitätstest gemäß DIN EN ISO 11737-2 der 10 bestrahlen Mustern.

4) Abschlussbewertung

 

Validierungen nach DIN EN ISO 11137, Teil 2

·       Verfahren 1 für Einzelchargen

·       VDmax15 für Einzelchargen

·       VDmax25 für Einzelchargen

sind im Ablauf entsprechend der zuvor genannten Validierungen. Revalidierungen werden in diesen Fällen nicht durchgeführt.

 

Allgemeine Bearbeitungsdauer:

Für Validierungen ist eine Bearbeitungsdauer von ca. 5-8 Wochen einzuplanen.

Für Revalidierungen ist eine Bearbeitungsdauer von ca. 4-6 Wochen einzuplanen.

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